Eine Nacht auswärts genächtigt …
ich hatte es ja schon einmal in einer der letzten Artikel angekündigt – Sandra hatte vor einiger Zeit eine Nacht im Meisterzimmer gebucht, wieder einmal eine ihrer Überraschungen. An einem Freitag (vor nicht allzu langer Zeit) war es dann soweit, wir haben die Nacht in diesem wundersamen Loft verbracht, welches sich auf dem Leipziger Spinnereigelände befindet. Es war vollkommen klar, dass dies keine alltägliche Erfahrung werden wird, die Bilder im Internet ließen schon auf was besonderes schließen und ich war ziemlich gespannt. Sandra kombinierte diesen Abend mit einem schönen Essen im Kanal28 und einem Spaziergang bei Nacht, ich fügte ein wundersames FotoShooting im Loft hinzu. Natürlich nutzen wir auch gleich die Gelegenheit und schauten uns die auf dem Gelände befindlichen Galerien an.
Ich war sehr gespannt, wie dieser Abend, wie diese Nacht wohl werden würde, denn es kamen einige Dinge zusammen, welche mich in der Regel etwas beunruhigen. Ich schlafe nicht so gern auswärts und diese ungewohnte Umgebung tat ihren Teil dazu.
Wir fuhren schon am frühen Nachmittag hin und schauten uns noch die dort ansässigen Galerien und Geschäfte an. Machten einen Rundgang über das Gelände und ließen uns ein klein wenig von dieser Atmosphäre leiten.
Am frühen Abend gingen wir Richtung Kanal28 wo wir einen Tisch bestellt hatten und gemütlich zu Abend essen wollten. Es ist ein schöner Weg am Kanal entlang Richtung alter Hafen und da es keine feste Speisekarte im Kanal28 gibt, mussten wir uns überraschen lassen. Doch das Essen war gut, auch wenn die Portionen für uns wohl etwas größer sein könnten. Beim Spaziergang zurück, war die Kulisse von Leipzig in wunderschönes Licht getaucht von der schon sehr tief hängenden Sonne.
Ich habe nicht schlecht gestaunt, als wir dieses große Loft betreten haben, nachdem wir uns vorher durch die alten Gemäuer gekämpft haben. Es war schon beeindruckend diese Kulisse zu sehen. Wir haben uns dann erstmal aufgemacht, das Zimmer zu erkunden. Es besticht einfach durch die Unmenge an kleinen Details, welche über den ganzen Raum hinweg verteilt sind. Die alten Wasserhähne, die mich an meine Kindheit erinnerten oder das Radio aus DDR Zeiten, der siebziger Jahre Style. Die Raumhöhe mit seinen gut 4 Metern war einfach unglaublich und diese riesigen Fenster ließen viel Licht herein.
Das Bad war genau so wie man es aus dem Ferienlager kannte, dick geflieste Mauern, mit einer einfachen Brause und spartanisches Licht, aus einer viel zu schwachen Glühbirne. Im Raum befand sich ein zweiter Aufbau, wie ein Hochbett mit eigenem Raum, Sandra brauchte eine Weile bis sie sich da hinauf traute, was ich ihr bei der Geräuschkulisse gar nicht mal verübeln kann.
Es regnete den ganzen Abend und die ganze Nacht, wir lagen spät abends in unserem Bett und der Regen plätscherte gegen diese riesigen Fenster und schnullerte uns so in den Schlaf. Auch wenn ich nicht besonders tief geschlafen habe, es war eine unheimliche Nacht, ungewöhnlich hell durch die Beleuchtung des Geländes, ein gleichmäßiges Geräusch die ganze Nacht durch den strömenden Regen, immer mal wieder Geräusche, welche man nicht zuordnen kann und wohl dem alten Gemäuer zu schulden sind. Im Großen und Ganzen eine unheimliche Nacht.
Ich bin nicht sicher, ob wir das noch einmal tun würden, aber so im nachhinein war es was besonderes, etwas sehr Eigenes. Ich fand es eine super Idee, in einem so besonderen Loft mal eine Nacht zu verbringen und hoffe Sandra hat noch ganz viele solcher Vorschläge.
