Ich melde: es ist vollbracht …
Nach langem hin und her, nach zwei intensiven Castings Part 1 / Part 2 zu unseren Wunsch – Vierbeinern, haben wir uns doch für das zweibeinige Exemplar als Familienzuwachs entschieden. Auch nach eindringlichen Abraten meines Bruders mit schlimmsten Horrorgeschichten und stetiger Warnungen wissender Kollegen haben wir uns für die Anschaffung eines familienergänzenden Produktes der little Boy Reihe entschieden. Und können nun, voller Freude nach neun monatiger Fertigungszeit vermelden, wir haben die Lieferung nun doch eine Woche vor Frist bekommen, wir nennen den Kleinen mal little T.
Der erste Kontakt weicht doch sehr von den allgemeinen Vorstellungen ab, laut – ja förmlich ohrenbetäubend verlaufen die ersten unmittelbaren Funktionstests noch in der Fertigungshalle. Selbst in unserem Beisein war es den anwesenden Spezialisten nur bedingt möglich den Geräuschpegel beim ersten Probellauf zu dämpfen, um den bestmöglichen Eindruck zu machen.
Eigentlich hatten wir die geräuschgeminderte Version von little T bestellt, diesem Wunsch konnte leider nicht entsprochen werden. Wir haben den Eindruck, der Geräuschpegel liegt doch höher als externe unabhängige Tests es vorher versprochen haben. Und dabei hatten wir viel Wert auf die Meinung anderer und auf eine geringe Lärmentwicklung gelegt und uns gerade deswegen für die little T Produktreihe entschieden. Mit den gemessenen 75 Db liegt er jedoch weit außerehalb aller Grenzbereiche und verliert das Silent – Güte – Siegel schneller als man ihn ausgepackt hat.
Des Weiteren ist die zeitliche Komponente gerade in der Anfangszeit nicht zu unterschätzen, bis little T seine Grundprogrammierung drin hat, dauert es Monate, gefolgt von den Jahren welche man mit der Feinjustierung der Settings beschäftigt ist. Diese schon an sich anstrengende Zeit ist immer wieder geprägt duch Rüchkschläge in dem man das Gefühl hat ein komplett Reset hat little T über Nacht fast unbrauchbar gemacht. Die Wissenden sagen nur stetiger Eifer und letztendlich knadenlose Konsequenz lassen dich als Sieger aus diesem Kampf hervorgehen und werden dich letztendlich belohnen. Andere fast ketzerische Ansichten berichten von guten, sehr erfolgreichen Erfahrung mit dem Gefühl Liebe, letztendlich werden wir diesen noch als ‘experimental’ gekennzeichten Weg anschließen.
Weiter zu beachten ist der zusätzliche Installations- und Sicherungsaufwand, welchen man im und am heimischen Hof durchführen muss, sollte man sich für little T entscheiden. Wobei man dies ganz klar in zwei Bereiche aufteilen muss, am Anfang steht der Installationsaufwand, um die herschenden Gegebenheiten an die Bedürfnisse des Kleinen anzupassen, nach einer gewissen Zeit, gut informierte Quellen sprechen von gut einem Jahr, muss man damit beginnen alles erreichbare/geschaffene durch geeignete Sicherungsmechanismen vor dem T Zugriff und der daraus resultierenden totalen Zerstörung zu schützen.
Ich habe in verschiedenen Foren gelesen, dass sich in seltenen Fällen der hohe Investitionsaufwand und Wartungsaufwand über Jahrzente hinziehen kann und sich nie wieder wirklich armotisiert. Wir gehen nun aber erstmal von einem weniger großen finanziellen Debakel aus und haben die Anfangsinvestitionen nicht gescheut. Auch wenn ich im Moment den Überblick über die Kosten verloren habe und leider nicht mit einer Auflistung der benötigten Upgrades dienen kann, hoffe ich auf eine gute Investition in unsere Zukunft.
Bei schlussendlicher Betrachtung der Punkte, welche eigentlich gegen die Anschaffung von little T sprechen:
- Produktions – Schock (echt hartes Stück Arbeit)
- der erheblich Geräuschpegel (Gehörschutz)
- Abgasentwicklung in den ersten Wochen (Blähung)
- hohen Investitionskosten in Haus und Hof und neue Motorisierung
- hoher nötiger Sicherungsaufwand des gerade getan Investments
- unklare Laufzeit und Höhe der zukünftigen Investitionen
- und nicht zuletzt die Erkenntnis … man ist nicht mehr die Nummer 1 bei seiner Frau
steht ein wirklich unschlagbarer Punkt für die Anschaffung, das kleine Wesen selbst!
Ein Blick, eine Geste, ein kleines Lächeln und diese Augen entschädigen für all die Qualen und all die schlaflosen Nächte und all die Sorgen, die man sich macht und die man sich zukünftig noch machen wird! Bis auf weiteres ist der Heimplatz abbestellt und die Adressen der Babyklappen sind auch verbrannt -> little T darf bleiben!
Nun mal ganz nüchtern die Fakten, wir durften am 29.09.2011 um 11:09 Uhr unser neues lang ersehntes Familienmitglied begrüßen, little T hat es nach 9 Monaten in unsere Mitte geschafft. Als Junge mit 3180g und 50cm hat er alle gewünschten Vorgaben erfüllt und heißt in RealLife nun Torben (little T). Auch wenn man die ersten Absätze hoffentlich ein wenig beschmunzelt hat, weiß jeder der selbst ein Exemplar aus dieser Produktreihe hat, wieviel Wahrheit in diesen kleinen Abschnitten steckt.
Man kann ohne Zweifel behaupten, das war und bleibt das wichtigste und emotionalste Projekt meines Lebens. Nichts hat mich bisher so bewegt wie der neunmonatige Weg zu seiner Geburt und nichts hat mir so sehr gezeigt, wie und wer ich bin, wie die letzten drei Wochen, seit dem der kleine Matz auf der Welt ist. Ich war bei der Geburt dabei und habe miterleben dürfen, wie er diese Welt betritt, jeder seiner kleinen Schreie hat mich so tief bewegt und ergriffen. Es ist so unvorstellbar wie sehr der kleine Mann uns von Anfang an berührt hat, wie sehr er einen einnimmt und nicht wieder los lässt.
Mein Guter Freund Andreas hat mal fast beiläufig zu mir gesagt, mit einem Kind ändert sich alles in deinem Leben. Ich habe damals geglaubt, es sind die Floskeln, die man so sagt wenn man über Babys redet und versucht den Unwissenden einzuweihen, ich hätte nicht im Traum daran gedacht, wie wahr und wie wirklich diese Aussage ist. Unsere Wünsche, unsere Träume, unsere Prioritäten sind seit dem 29 September andere, unser Leben ist seit dem 29. September ein anderes. Es ist vollkommener, reicher, fröhlicher und wird von vielen kleineren Gesten bestimmt und getragen.
Es wird immer so sein, dass es Momente geben wird an denen wir hilflos vor einem Bett stehen in dem Torben liegt und weint, und wir so gar nicht wissen, was er nun wohl hat, was er möchte und fragend umher schauen. Nichts wird so sein wie es war, denn nun ist er da little T und er bleibt
Danke gesagt:
Als erstes möchte ich mich ganz besonderes bei meinem lieben Weib bedanken, für diesen wunderbaren Sohn!
Dann möchte ich mich bei allen von tiefsten Herzen bedanken, die uns in dieser Zeit so lieb unterstützt haben, die mit uns zusammen Heim und Hof vorbereitet und uns so offen und herzlich mit Rat und Tat beiseite gestanden haben. Ganz lieben Dank vor allem an meinen Bruder und seine Frau, an Oma Inge und Opa Gerhard, ohne die wir dieses Projekt hätten nie stemmen können. Großen Dank auch an Oma Elke und Jürgen. Danke für euren Rat, eure Kraft und die finanz. Zuwendungen.
Ein großes Dankeschön auch an alle, die an uns gedacht haben und uns mit Geschenken überhäuften, die Karten geschrieben und Gedichte gedichtet haben. (die waren doch von euch oder?)
Der Sven
PS: Ja Ja, die von der Familiensicherheitsbeauftragten (Private Security Agency) freigegebenen Bilder von little T folgen wenn gewünscht.
